| Bild | Titel | Beschreibung | Kauf |
|---|---|---|---|
|
Scheuchzer, Joh(ann) Jacob. Kupfer-Bibel, In welcher die Physica Sacra, oder geheiligte Natur-Wissenschafft derer in Heil. Schrifft vorkommenden Natürlichen Sachen, deutlich erklärt und bewährt […] Anbey zur Erläuterung und Zierde des Wercks in Künstlichen Kupfer-Tafeln ausgegeben und verlegt. Erste-Vierdte Abtheilung in 4 Bänden. |
Scheuchzer, Johann Jacob. Kupfer-Bibel, In welcher die Physica Sacra, oder geheiligte Natur-Wissenschafft derer in Heil. Schrifft vorkommenden Natürlichen Sachen, deutlich erklärt und bewährt […] Anbey zur Erläuterung und Zierde des Wercks in Künstlichen Kupfer-Tafeln ausgegeben und verlegt. Erste-Vierdte Abtheilung in 4 Bänden.Mit 2 gest. Frontispizes, 2 gest. Porträttafeln und 760 gest. Abb. auf 758 Tafeln (davon 5 doppelblattgross und gefaltet, 1 teilkoloriert und 1 Karte), letztere in architektonisch-ornamentalen Rahmen. 27 unn. Bll., 276 SS. Folio. HLdr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschildern. – Augsburg und Ulm, Christian Ulrich Wagner für Johann Andreas Pfeffel, 1731-1735. Deutsche Ausgabe von Scheuchzers epochaler und monumentaler „Physica Sacra“, einer der eindrücklichsten Bilderbibeln und „Höhepunkt barocker Buchillustration“ (Hesse) schlechthin. Scheuchzers (1672–1733) aufklärerischer Versuch, die in der Bibel vorkommenden Realien naturwissenschaftlich zu erklären, steht unvergleichlich da. Auf 760 teils wissenschaftlich, teils auch moralisch-didaktisch komponierten und kommentierten Tafeln verbindet der Universalgelehrte theologische Inhalte mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen aus Fauna, Botanik, Geologie, Meteorologie, Astronomie, Paläontologe u.a.m. in Wort und Bild. Die Tafeln wurden von 26 süddeutschen Kupferstechern nach lavierten Federzeichnungen von Johann Melchior Füssli (1677–1736, Schüler Johannes Meyers d. J.) ausgeführt, die ornamentalen Rahmen stammen von J. D. Preissler. Die beiden Porträts von J. J. Scheuchzer (in Bd. I) und von J. A. Pfeffel (in Bd. IV) schufen I. H. Heidegger bzw. Georg de Marees. Die Tafel LXVI (“Untersuchung des Regenbogen“, 1. Buch Mosis, Cap. IX, V. 12-17) ist teilkoloriert. Zeitgleich zur vorliegenden deutschen Ausgabe erschien auch eine lateinische. – Rümann 1018 (Koll. ungenau); Lemann-van Elck, Zürcherische Buchillustration, S. 137 (“künsterlische Meisterleistung“); Jochen Hesse, Die Illustration der Kupferbibel „Physica Sacra“, in: Natura Sacra. Der Frühaufklärer J. J. Scheuchzer, Hrsg. Urs Leu (2012). S. 105–128; Faber du Faur 1855; Nissen, ZBI, 3659. – Die Lederrücken berieben. Band IV lagenweise gebräunt. Insgesamt sehr schönes Exemplar mit absolut sauberen, fleckenfreien Tafeln. – Best.-Nr. 26031 |
CHF 12000.— | |
|
Scheuchzer, Johann Jacob. Ouresiphoites [griech.] Helveticus, sive itinera per Helvetiae alpinas regiones facta annis 1702–1707, 1709–1711. 4 Tle. in 1 Bd. |
Scheuchzer, Johann Jacob. Ouresiphoites [griech.] Helveticus, sive itinera per Helvetiae alpinas regiones facta annis 1702–1707, 1709–1711. 4 Tle. in 1 Bd.Mit gest. Porträt, 3 gest. Titeln und 130 gest. Tafeln, Ansichten und Karten, viele gefaltet. 8 unn. Bll. (inkl. Titel), 635, (53) SS. 4to. Neues genarbtes HLdr. über 4 Bünden mit Rückenschild und Rückenvergoldung (R. Meuter). – Leiden, Peter van der Aa, 1723. Erste vollständige Ausgabe von Scheuchzers epochalem Werk über Botanik, Geologie, Paläontologie, Geographie und Volkskunde der Schweiz, insbesondere der alpinen Regionen. Von 1702 bis 1711 unternahm der Zürcher Arzt und Naturforscher J. J. Scheuchzer (1672–1733) zusammen mit Studenten insgesamt neun Exkursionen in die schweizerischen Alpenregionen. Die Aufzeichnungen über die drei ersten Exkursionen erschienen bereits 1708 auf Initiative der British Royal Society, deren Mitglied Scheuchzer war. Kein geringerer als Isaac Newton, damals Präsident der Gesellschaft, trug persönlich zur Finanzierung der vorliegenden, aufwändig illustrierten Ausgabe bei. Scheuchzers naturwissenschaftliche Studien schwanken zwischen moderner, empirischer Annäherung und althergebrachter mythischer Überlieferung. Er rapportiert barometrische Messungen ebenso (2. Reise, Tafel I), wie er sich vom Glauben an die Existenz alpiner Drachen noch nicht definitiv distanziert (11 Tafeln zu Reise 5). Die Ansichten der Städte und Hauptorte sind meist nach Merian gestochen. – Haller I, 955; Lonchamp 2641; Nissen, ZBI, 3657. – Vollständiges und sauberes Exemplar in einem geschmackvollen Meistereinband – Best.-Nr. 22259 |
CHF 8000.— |
|
Scheuchzer, Johann Jacob. Natur-Geschichte des Schweitzerlandes samt seinen Reisen über die Schweizerische Gebürge. Aufs neue herausgegeben und mit einigen Anmerkungen versehen von Joh. Georg Sulzern. – (Und:) Sulzer, Johann Georg. Untersuchung von dem Ursprung der Berge, und andrer damit verküpften Dinge. 3 Tle. in 2 Bden. . |
Scheuchzer, Johann Jacob. Natur-Geschichte des Schweitzerlandes samt seinen Reisen über die Schweizerische Gebürge. Aufs neue herausgegeben und mit einigen Anmerkungen versehen von Joh. Georg Sulzern. – (Und:) Sulzer, Johann Georg. Untersuchung von dem Ursprung der Berge, und andrer damit verküpften Dinge. 3 Tle. in 2 Bden. .Titel in Rot und Schwarz. Mit 19 + 12 gest., teils gefalteten Tafeln und Karten. 16, 486 SS., 3 Bll. (dazwischengebunden); (8), 381, (1) SS., 1 Bl.; 44 SS. Kl.-4to. HLdr. d. Zt. – Zürich, David Gessner, 1746. Von J. G. Sulzer neu herausgegebene, erstmals 1706–1708 erschienene „Beschreibung der Natur-Geschichten des Schweizerlands“ des Schweizer Naturwissenschafters J. J. Scheuchzer (1672–1733). Scheuchzers Naturgeschichte war wegweisend auf dem Gebiet der Landeskunde, Alpenforschung und der physikalischen Geographie des schweizerischen Hochgebirges. Mit ihren historischen Angaben bildete diese Ausgabe neben Tschudis Chronik eine der wichtigsten Quellen für Schillers "Tell". Auf seinen Reisen machte Scheuchzer die ersten barometrischen Höhenmessungen im Gebirge, untersuchte die Gletscher, sammelte Petrefakten usw. Unter den Kupfertafeln sind hervorzuheben die schöne Karte Graubündens von G. Walser, die Innenansicht einer Käserei, die Darstellung einer totalen Sonnenfinsternis, Abbildungen von Mineralien und Versteinerungen sowie Ansichten u.a. von Bad Pfäfers, Walterswil, St. Gotthard usw. Mit dem oft angebundenen 44-seitigen Traktat über den Ursprung der Berge des Herausgebers J. G. Sulzer. – Lonchamp 2645; Haller I, 1043. – Exlibris Daniel Girtanner „utile miscere dulci“ gest. von Heinrich Lips auf den Innendeckeln beider Bände. Rücken von Bd. II restauriert. Gelegentlich wenig stockfleckig oder gebräunt. Insgesamt ein schönes bis sehr schönes Exemplar. – Best.-Nr. 24835 |
CHF 2800.— | |
|
Scheuchzer, Johann Jacob. Helvetiae Stoicheiographia. Orographia et Oreographia. Oder Beschreibung der Elementen, Grenzen und Bergen des Schweitzerlandes Erster Theil (von 3). |
Scheuchzer, Johann Jacob. Helvetiae Stoicheiographia. Orographia et Oreographia. Oder Beschreibung der Elementen, Grenzen und Bergen des Schweitzerlandes Erster Theil (von 3).Titel in Rot und Schwarz. Mit gest. Frontispiz von Melchior Füssli und vier gefalteten Kupfern (1 davon mit aufklappbarem Teil). 2 Bll., 268 SS., 2 Bll. Register. 4to. Ppbd. d. Zt. – Zürich, Bodmer, 1716. „Helvetiae Historia Naturalis Oder Natur-Historie de Schweizerlandes“, Tl. I. Erste Ausgabe. Erster, separat erschienener Teil von Scheuchzers pionierhaften Beschreibung des schweizerischen Alpengebirges. Seine umfassende Darstellung fand ihre Fortsetzung mit „Hydrographia Helvetica“ (1717) und „Meteorologia et Oryctographia Helvetica (1718). Die grosse, aufklappbare Kupfertafel zeigt Plurs vor und nach dem Bergsturz. – Haller I, 1044; Lonchamp 2638; Barth 17211. – Die erste Lage mit kleiner Wurmspur am Innengelenk. Rücken gegen die Kapitale hin defekt. Schönes, sauberes Exemplar im Pappband wie ausgeliefert. – Best.-Nr. 27148 |
CHF 980.— |