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(Bodmer, Johann Jacob und Johann Jacob Breitinger, Hrsgg.).
Proben der alten schwäbischen Poesie des Dreyzehnten Jahrhunderts. Aus der Manessischen Sammlung.

. Proben der alten schwäbischen Poesie des Dreyzehnten Jahrhunderts. Aus der Manessischen Sammlung.

Mit gef. Kupfertafel. LVI, 296 SS. 8vo. Ppbd. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild (Aussengelenke und Kanten etwas berieben).Zürich, Heidegger und Comp., 1748.

Partielle editio princeps von Liedern aus der zu Beginn des 14. Jahrhunderts im Umkreis von Rüdiger II. Manesse und dessen Sohn Johannes in Zürich entstandenen Sammlung mittelhochdeutschen Minnesangs. Den beiden Zürcher Gelehrten Bodmer und Breitinger gelang es, die damals in Paris, heute in Heidelberg verwahrte Liederhandschrift zum Studium nach Zürich zu erhalten. Es waren die Strophen des Zürcher Minnesängers Johannes Hadlaub über die verdienstvolle Sammeltätigkeit der Ritterfamilie Manesse, die die Herausgeber als Quellenhinweis für die Entstehung der Handschrift in Zürich auswerteten und sie veranlassten von der “Manessischen Sammlung” zu sprechen. Auf die vorliegenden ersten “Proben” mit dem ausführlichen quellen- und literaturgeschichtlichen Vorbericht, den Biographien der einzelnen Minnesänger, dem Abriss einer mittelhochdeutschen Grammatik und einem nützlichen mittelhochdeutsch-deutschen Glossar im Anhang folgte zehn Jahre später eine zweibändige “Sammlung von Minnesingern aus dem Schwäbischen Zeitpuncte”. Einige wenige “Proben” waren bereits 1745 im zweiten Band der “Freimüthigen Nachrichten” erschienen. – Vetter II, 10; Goedeke VI/1, 12, 24; Wilpert/Gühring 42 (Bodmer) bzw. 29 (Breitinger); Neufforge 103; Lonchamp 367; Bächtold, Geschichte der deutschen Literatur in der Schweiz (1992), 143f. und Anm. S. 184, Nr. 37; DBI 1096, 408-412 (Schenk). – Lage H verbunden (d.h. SS. 123-126 mit SS. 115-117 vertauscht). 2 Bll. mit Randeinriss. Schönes, fleckenfreies und ungebräuntes Exemplar. – Best.-Nr. 7727

CHF 1400.—
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(Bodmer, Johann Jacob).
Der Noah. In zwölf Gesängen.

. Der Noah. In zwölf Gesängen.

Mit einer gest. Kopfvingette von Salomon Gessner vor dem ersten Gesang und 11 weiteren Kopfvignetten in Holzschnitt vor den Gesängen 2 bis 12. Titelblatt, 414 SS. Kl.-4to. Kalbldr. d. Zt. über fünf Bünden und Rückenvergoldung.Zürich, David Gessner, 1752.

Erste vollständige Ausgabe nach „Noah ein Helden-Gedicht“ von 1750. Geschenkexemplar des Autors an Hans Heinrich Schinz (1726–1788), Schüler Bodmers am Karolinum und von 1754 bis zu seinem Tod Pfarrer in Altstetten, mit dessen eigenh. Besitzeintrag „Henr. Schinz .S. Ruit Hora. Dono excellentiss(imi) ac amiciss(imi) Autoris“ auf dem Vorsatzblatt, darunter der Vermerk „v. Vermehrungen und Veränderungen in dem epischen Werke des Noah“, womit er auf die vorausgehende Ausgabe von 1750 anspielt. Ebenfalls von Schinz’ Hand ein eingelegtes zwölfzeiliges Autograph und eine Ergänzung zu den Errata auf S. 414 unten. Mit seiner „Noachide“ schuf Bodmer in Anlehnung an Klopstocks „Messias“ ein biblisches Heldengedicht, das formal auf dem klassischen Hexameter Homers beruht. – Wilpert/G. 56; Bodmer, Denkschrift (1900), S. 82 und 112 (zu Heinr. Schinz). – Sauberes Exemplar. – Best.-Nr. 25558

CHF 650.—
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